›Bewahre den Dharma. Lebe in Eintracht. Strahle Liebe aus.‹ 
(Dhardo Rimpoche)

Fotostrecke Teil 5: Ein Stupa entsteht...


Dezember 2010 und Januar 2011


Dezember 2010: In Devon/Südengland geht die Arbeit weiter. Auch Rupadarshin ist eingeschneit und versucht sich mit seinem kleinen Holzofen in seiner Zeltwerkstatt warmzuhalten. Morgens muss er manchmal sein am Stein angefrorenes Werkzeug mit einer heißen Teekanne loseisen!



Trotz der widrigen Umstände beginnt er mit dem Stein für das Wasserelement. Dies wird der Stein mit dem größten Gewicht werden.



Hierfür muss Rupadarshin einen quadratischen Stein runden. Das ist harte und mühselige Handarbeit.



Der entstandene Zylinder muss nun im unteren Teil konisch verjüngt werden.



Danach wird das obere Drittel des "Wasserelement"-Steines gerundet (im Bild links). Dies geschieht mithilfe zahlreicher Zwischenschritte, in denen sich die schrägen Seitenflächen allmählich zu einer perfekten Rundung verbinden.



Profilvorlagen sind nötig, um die Rundungen exakt zu gestalten.



Am 15. Januar ist der Wasserelement-Stein fertiggestellt.



Eine Vertiefung in der Mitte des Steins wird helfen, die Verbindung mit dem hohen "Feuerelement"-Stein zu stabilisieren.



Unterhalb dieser Vertiefung liegt die eigentliche Reliquienkammer, die Rupadarshin vergoldet hat. Diese Kammer wird das Gefäß mit Dhardo Rimpoches Asche enthalten.



Anfang Januar setzt in Vimaladhatu für kurze Zeit Tauwetter ein. Durch rechtzeitiges Räumen ist der Bereich rund um den Stupa als erster schneefrei. Nun können die Stupasteine hinunter transportiert werden. Eine von Bodhimitra angefertigte und von Claudia gestaltete Trage wartet auf ihren ersten Einsatz.



In einer kleinen Zeremonie wird die Ankunft der ersten Stupasteine vorbereitet: Die Anwesenden - Menschen aus dem Triratna-Sangha im Raum Sundern-Altenhellefeld - gedenken Dhardo Rimpoches und rezitieren seine Botschaft, die lokalen Devas werden um Schutz für den Transport der Steine gebeten.



Das Tragen der Steine den steilen Weg hinab bedarf nicht nur einiger Kraft sondern auch besonderer Vorsicht: die Kanten der Steine sind empfindlich.



Die untersten Stupastufen werden auf dem Sockel positioniert.



Die Steine werden zusammengebaut. Dabei müssen die Fugen sehr präzise gearbeitet werden, damit alles exakt passt - und die Inschriften müssen vor Verunreinigung mit Mörtel geschützt werden. Eine achtsame Arbeit, bei der Bodhimitra und Fritz zusammenarbeiteten.



Mitte Januar steht die untere Hälfte des Stupa an seinem Bestimmungsplatz. Die Seite mit Dhardo Rimpoches Namen zeigt nach Osten, von dieser Seite nähert man sich dem Stupa, wenn man den Hauptweg hinunter zum Stupaplatz einschlägt. Traditionell betritt man ein Mandala immer von Osten.



Dann umwandelt man den Stupa im Uhrzeigersinn und kann dabei Dhardo Rimpoches dreifache Botschaft lesen. Der dritte Satz "Strahle Liebe aus" zeigt ins Tal hinunter - wie passend! Dieser Satz erinnert daran, dass spirituelle Praxis immer auch eine selbstlose Dimension und eine Wirkung nach außen hat.




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