›es gibt eine stille, tief inmitten aller rastlosigkeit‹ (der Buddha)

Meditation

Meditation ist eine jahrtausende alte Methode, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken und auszurichten. Genauer gesagt, ist Meditation ein Sammelbegriff für eine Fülle verschiedener solcher Techniken. Die Meditationsformen, die in Vimaladhatu unterrichtet und geübt werden, kommen aus der buddhistischen Tradition. Auch wenn sie Werte zum Ausdruck bringen, die für den Buddhismus zentral sind – wie Achtsamkeit, Freundlichkeit und Mitgefühl – sind sie auch für Menschen anderer Weltanschauungen ohne weiteres geeignet.

Jeder Mensch kann meditieren lernen. Auch wer sich selbst für unruhig oder unkonzentriert hält, kann die Meditationstechniken anwenden und üben und wird in der Regel deutliche Wirkungen erleben. Zu diesen gehören z.B. mehr Gelassenheit, größere geistige Klarheit, eine bessere Wahrnehmung der eigenen Emotionen und ein reiferer Umgang damit. Die Sinne und die Wahrnehmung werden feiner und man kann Zustände tiefen inneren Friedens und Glücks erleben.

Damit Meditation Freude machen kann, ist es wichtig, eine gute, bequeme Sitzhaltung zu finden. Eine der bewährtesten Sitzhaltungen ist die mit gekreuzten Beinen auf einem Sitzkissen. Da dies für uns Europäer aber nicht immer so einfach ist, kann man auch ohne weiteres auf einem Stuhl sitzen oder auf einem Bänkchen knien. Vor allem bei einführenden Retreats bekommt jeder Teilnehmer eine Menge Anregungen und Tipps, um die für ihn optimale Haltung zu finden.

Die Grundtechniken, die in Vimaladhatu gelehrt werden, sind die „Vergegenwärtigung des Atems“ (Anapanasati) und die „Entwicklung liebevoller Güte“ (Metta-Bhavana), ergänzt mit Phasen von Gehmeditation und „bloßem Sitzen“.

Bei der Vergegenwärtigung des Atems richtet der Meditierende seine Aufmerksamkeit auf den Atemfluss, ohne ihn in irgendeiner Weise aktiv zu verändern. Der Versuch, ganz bei der Empfindung des Atmens zu verweilen, wirkt der gewohnheitsmäßigen Neigung des Geistes entgegen, wild umher zu springen und sich in Fantasien, Gedankenspielen oder Erinnerungen zu verlieren. Vom stetigen Rhythmus des Atems getragen, wird der Meditierende in den gegenwärtigen Moment, in das „Hier und Jetzt“ geführt. Diese Übung schärft die Aufmerksamkeit und verfeinert die Wahrnehmung und führt zu Zuständen tiefer Konzentration und Wachheit, die überdies außerordentlich beglückend sein können.

Bei der Entwicklung liebevoller Güte oder Metta-Bhavana richtet der Meditierende seine Aufmerksamkeit auf die eigenen Gefühle und übt eine freundliche, liebevolle Haltung zu sich selbst und anderen ein. Verschiedene Betrachtungen oder innere Bilder fördern die Wertschätzung für sich selbst sowie Einfühlungsvermögen und Mitgefühl für andere. Dabei ist diese Meditationsform von populären Methoden der Autosuggestion zu unterscheiden. In der Metta-Bhavana geht es um eine behutsame Schulung der Emotionen, nicht um deren Manipulation.

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